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Vom Tag bis zum Zuschlag

Street-Art-Glossar

Die Begriffe, die Sammler, Auktionshäuser und Künstler verwenden – von der Straße bis in den Auktionssaal. Jeder Begriff in ein, zwei Sätzen, mit Links zu unseren Ratgebern.

A

Art Toy (Designer-Figur)

Eine Sammelfigur, meist aus Vinyl oder Kunstharz, von einem Künstler entworfen und in Auflagen produziert. Die «Companion»-Figuren von KAWS sind das bekannteste Beispiel; Verpackung und Zustand zählen viel.

Siehe auch: Auflage (limitierte Auflage), Offene Auflage · Mehr im Ratgeber →

Aufgeld (Käuferprovision)

Die Gebühr, die das Auktionshaus auf den Zuschlag aufschlägt und die der Käufer zahlt. Die Sätze hängen vom Haus und der Preisstufe ab und stehen in den Versteigerungsbedingungen.

Siehe auch: Zuschlag (Hammerpreis), Einlieferung (Kommission) · Mehr im Ratgeber →

Auflage (limitierte Auflage)

Die im Voraus festgelegte Gesamtzahl der Drucke eines Motivs. Je kleiner die Auflage, desto seltener jedes Exemplar – einer der wichtigsten Werttreiber.

Siehe auch: Auflagennummer, Künstlerexemplar (AP), Offene Auflage · Mehr im Ratgeber →

Auflagennummer

Der Bruch mit Bleistift, meist im unteren Rand – etwa 45/150: Exemplar 45 einer Auflage von 150. Die Nummer selbst ändert den Preis selten.

Siehe auch: Auflage (limitierte Auflage), Signiert / unsigniert, Künstlerexemplar (AP) · Mehr im Ratgeber →

B

Blackbook

Das Skizzenbuch eines Writers für Entwürfe und für Tags anderer Writer. Blackbooks bekannter Künstler können gesuchte Originale sein.

Siehe auch: Writer, Original (Unikat)

Blindprägung (Trockenstempel)

Ein farbloser Prägestempel, vom Verlag oder der Druckwerkstatt ins Papier gedrückt. Er hilft, echte Drucke zu erkennen – kann aber ebenfalls gefälscht sein.

Siehe auch: Siebdruck (Serigrafie), Echtheitszertifikat (COA) · Mehr im Ratgeber →

Bombing

Viele Tags oder Throw-ups in kurzer Zeit in einer Stadt oder auf Zügen malen – Sichtbarkeit zählt mehr als Detail.

Siehe auch: Tag, Throw-up

Buff

Das Entfernen oder Übermalen von Graffiti und Street Art durch Städte oder Eigentümer. «Gebufft» heißt: Das Werk ist weg.

Siehe auch: Mural (Wandbild), Street Piece (aus der Wand gelöst)

C

Cap (Sprühkopf)

Der austauschbare Sprühkopf einer Dose. Skinny Caps ergeben dünne Linien, Fat Caps breite Flächen.

Siehe auch: Sprühfarbe (Spraydose)

Crew

Eine Gruppe von Graffiti-Writern, die zusammen malen und oft neben dem eigenen Namen das Kürzel der Crew setzen.

Siehe auch: Writer, Graffiti

D

Drop (Release, Losverfahren)

Die Online-Veröffentlichung eines neuen Drucks oder einer Figur, oft in Minuten ausverkauft oder per Losverfahren (Ballot) unter registrierten Käufern verteilt.

Siehe auch: Primärmarkt, Flipping, Auflage (limitierte Auflage)

Druckerexemplar (PP)

Ein Exemplar, das die Druckwerkstatt behält, markiert mit «PP» (printer's proof). Seltener als nummerierte Drucke; Sammler bewerten es ähnlich wie Künstlerexemplare.

Siehe auch: Künstlerexemplar (AP), HC (hors commerce) · Mehr im Ratgeber →

E

Echtheitszertifikat (COA)

Ein Dokument, das die Echtheit eines Werks bestätigt. Gewicht hat nur ein Zertifikat des Künstlers, seines Ateliers oder der offiziellen Authentifizierungsstelle; Zertifikate von Händlern sind Meinungen.

Siehe auch: Pest Control, Provenienz, Fälschung · Mehr im Ratgeber →

Einlieferung (Kommission)

Ein Werk einem Auktionshaus oder Händler übergeben, der es in Ihrem Auftrag verkauft. Sie bleiben Eigentümer bis zum Verkauf und zahlen eine Verkäuferprovision.

Siehe auch: Limit (Mindestpreis), Aufgeld (Käuferprovision) · Mehr im Ratgeber →

F

Fälschung

Ein Werk, das fälschlich als Arbeit eines bestimmten Künstlers ausgegeben wird. Beliebte Street-Art-Motive und Signaturen werden häufig gefälscht, vor allem Banksy, KAWS und Shepard Fairey.

Siehe auch: Echtheitszertifikat (COA), Pest Control, Signiert / unsigniert · Mehr im Ratgeber →

Farbvariante

Dasselbe Motiv in anderer Farbgebung, oft als eigene, kleinere Auflage. Seltene Varianten können deutlich mehr wert sein als die Standardversion.

Siehe auch: Auflage (limitierte Auflage), Siebdruck (Serigrafie) · Mehr im Ratgeber →

Flipping

Eine Neuerscheinung zum Ausgabepreis kaufen und schnell mit Gewinn weiterverkaufen. Manche Künstler und Verlage schließen Flipper von künftigen Releases aus.

Siehe auch: Primärmarkt, Drop (Release, Losverfahren), Sekundärmarkt · Mehr im Ratgeber →

Folgerecht

In der EU und in Großbritannien erhalten Künstler oder ihre Erben einen kleinen Prozentsatz, wenn ihr Werk über den Kunsthandel oberhalb eines Mindestpreises weiterverkauft wird. Die Schweiz kennt kein Folgerecht.

Siehe auch: Sekundärmarkt, Zuschlag (Hammerpreis)

G

Giclée

Ein hochwertiger Tintenstrahldruck. Signierte, nummerierte Giclées können wertvoll sein, unsignierte Giclée-Reproduktionen bekannter Motive sind meist reine Deko.

Siehe auch: Siebdruck (Serigrafie), Offene Auflage · Mehr im Ratgeber →

Graffiti

Buchstabenbasierte Malerei, meist mit Sprühdose, entstanden in der New Yorker U-Bahn-Kultur der 1970er-Jahre. Graffiti-Writer stellen ihren Namen ins Zentrum, Street Art arbeitet häufiger mit Bildern.

Siehe auch: Tag, Throw-up, Piece, Writer

Gutachten (Bewertung)

Eine schriftliche, unterschriebene Bewertung durch einen qualifizierten Sachverständigen für einen bestimmten Zweck und Stichtag. Anders als eine schnelle Schätzung können sich Versicherungen, Erben, Gerichte und Steuerämter darauf stützen.

Siehe auch: Marktwert (Verkehrswert), Wiederbeschaffungswert (Versicherungswert), Zustandsbericht · Mehr im Ratgeber →

H

Hall of Fame (legale Wand)

Eine Wand, an der Malen erlaubt oder geduldet ist, sodass Writer sich für große Pieces Zeit nehmen können. Die Werke werden regelmäßig übermalt.

Siehe auch: Piece, Mural (Wandbild)

HC (hors commerce)

Französisch für «nicht für den Handel»: Exemplare, ursprünglich für Ausstellungen oder den Verlag gedacht, markiert mit «HC». Heute kommen sie wie andere Probedrucke in den Handel.

Siehe auch: Künstlerexemplar (AP), Druckerexemplar (PP) · Mehr im Ratgeber →

HPM (handbemaltes Multiple)

Ein Druck oder Objekt, das der Künstler von Hand nachbearbeitet hat, sodass jedes Exemplar etwas anders ist. Handbearbeitete Werke erzielen meist mehr als reine Drucke derselben Auflage.

Siehe auch: Siebdruck (Serigrafie), Original (Unikat), Multiple · Mehr im Ratgeber →

K

Konservatorische Rahmung

Rahmung mit säurefreiem Passepartout, lösbaren Fälzeln und UV-Schutzglas. Sie schützt Drucke und erhält ihren Wert; Klebeband und Leim auf der Rückseite bewirken das Gegenteil.

Siehe auch: Verblassen (Lichtschaden), Stockflecken (Foxing)

Künstlerexemplar (AP)

Zusätzliche Drucke außerhalb der nummerierten Auflage, traditionell für den Künstler, markiert mit «AP» (artist's proof) oder «E.A.». Sie erzielen oft gleich viel oder mehr als nummerierte Exemplare.

Siehe auch: Druckerexemplar (PP), HC (hors commerce), Auflage (limitierte Auflage) · Mehr im Ratgeber →

L

Limit (Mindestpreis)

Der vertrauliche Mindestpreis, unter dem ein Los nicht verkauft wird. Er liegt meist auf oder unter dem unteren Schätzwert.

Siehe auch: Schätzpreis (Auktion), Einlieferung (Kommission) · Mehr im Ratgeber →

Lithografie

Ein Druck von einem flachen Stein oder einer Platte, die so behandelt ist, dass die Farbe nur am Motiv haftet. Klassische Kunsttechnik, in der Street Art seltener als der Siebdruck.

Siehe auch: Siebdruck (Serigrafie), Offsetdruck (Poster) · Mehr im Ratgeber →

M

Marktwert (Verkehrswert)

Der Preis, auf den sich ein kaufwilliger Käufer und ein verkaufswilliger Verkäufer einigen würden, beide informiert und ohne Druck. Maßgeblich bei Erbschaft, Teilung und Steuern.

Siehe auch: Wiederbeschaffungswert (Versicherungswert), Gutachten (Bewertung), Vergleichsverkäufe · Mehr im Ratgeber →

Mosaik

Street-Art-Werke aus kleinen Fliesen an Wänden, am bekanntesten durch Invaders «Space Invaders» im Pixel-Stil. Sammler kaufen auch Atelier-Mosaike und Drucke des Künstlers.

Siehe auch: Street Art, Street Piece (aus der Wand gelöst)

Multiple

Ein Kunstwerk – oft ein Objekt oder eine Skulptur –, das unter der Kontrolle des Künstlers in mehreren gleichen Exemplaren hergestellt wird.

Siehe auch: Art Toy (Designer-Figur), Auflage (limitierte Auflage), Original (Unikat) · Mehr im Ratgeber →

Mural (Wandbild)

Ein großes Bild direkt auf einer Wand, oft im Auftrag einer Stadt, eines Festivals oder des Eigentümers. Murals sind meist nicht verkäuflich; ihr Wert liegt im Ruf des Künstlers.

Siehe auch: Street Art, Buff, Street Piece (aus der Wand gelöst)

O

Offene Auflage

Ein Druck oder Objekt ohne feste Obergrenze, oft unsigniert. Meist günstig und selten eine Wertanlage.

Siehe auch: Auflage (limitierte Auflage), Offsetdruck (Poster), Giclée · Mehr im Ratgeber →

Offsetdruck (Poster)

Ein Druck aus der Massenproduktion, wie für Plakate und Bücher. Offset-Poster von Street-Art-Motiven sind häufig und meist wenig wert, außer sie sind signiert oder stammen aus einer frühen, belegten Auflage.

Siehe auch: Offene Auflage, Giclée, Lithografie · Mehr im Ratgeber →

Original (Unikat)

Ein einzigartiges, vom Künstler von Hand geschaffenes Werk – Gemälde, Zeichnung oder Spraywerk auf Leinwand. Originale sind seltener und meist deutlich wertvoller als Drucke.

Siehe auch: Sprühfarbe (Spraydose), HPM (handbemaltes Multiple), Multiple · Mehr im Ratgeber →

P

Paste-up

Eine Zeichnung oder ein Druck auf Papier, der mit Kleister an die Wand geklebt wird. Schnell angebracht und vergänglich – Originale überleben selten.

Siehe auch: Stencil (Schablone), Sticker-Art (Slaps), Street Art

Pest Control

Banksys offizielle Authentifizierungsstelle. Sie stellt Zertifikate für Banksy-Werke aus, und große Auktionshäuser verlangen in der Regel eines, bevor sie einen Banksy verkaufen. Auf der Straße gemalte Werke authentifiziert sie nicht.

Siehe auch: Echtheitszertifikat (COA), Street Piece (aus der Wand gelöst), Fälschung · Mehr im Ratgeber →

Piece

Kurz für «Masterpiece»: ein aufwendiges, mehrfarbiges Graffiti mit komplexen Buchstaben, Effekten und oft Figuren. Pieces dauern Stunden und zeigen das Können eines Writers.

Siehe auch: Wildstyle, Throw-up, Hall of Fame (legale Wand)

Post-Graffiti

Atelierarbeiten von Künstlern mit Graffiti-Hintergrund – Leinwände, Skulpturen, Drucke –, gemacht für Galerien statt für die Straße.

Siehe auch: Urban Art, Original (Unikat)

Primärmarkt

Der Erstverkauf eines Werks, direkt vom Künstler, seinem Atelier, Verlag oder seiner Galerie, zum Ausgabepreis.

Siehe auch: Sekundärmarkt, Drop (Release, Losverfahren), Flipping · Mehr im Ratgeber →

Provenienz

Die belegte Besitzgeschichte eines Werks: Originalquittung, Galerierechnung, Ausstellung, frühere Verkäufe. Gute Provenienz schafft Vertrauen – und erhöht den Preis.

Siehe auch: Echtheitszertifikat (COA), Zuschreibung, Vergleichsverkäufe · Mehr im Ratgeber →

R

Restaurierung

Fachgerechte Behebung von Schäden wie Rissen, Flecken oder Farbverlust. Gute Restaurierung kann Wert zurückgewinnen, muss beim Verkauf aber offengelegt werden.

Siehe auch: Zustandsbericht, Stockflecken (Foxing)

S

Schätzpreis (Auktion)

Die Preisspanne (von–bis), die ein Auktionshaus für ein Los erwartet. Eine Orientierung, kein Versprechen – Ergebnisse können deutlich darüber oder darunter liegen.

Siehe auch: Zuschlag (Hammerpreis), Limit (Mindestpreis), Vergleichsverkäufe · Mehr im Ratgeber →

Sekundärmarkt

Jeder Weiterverkauf nach dem Erstverkauf – auf Auktionen, über Händler oder online. Hier entsteht der Marktwert, nicht beim ursprünglichen Preis.

Siehe auch: Primärmarkt, Schätzpreis (Auktion), Vergleichsverkäufe · Mehr im Ratgeber →

Siebdruck (Serigrafie)

Ein Druck, bei dem Farbe durch ein feines Sieb gedrückt wird, ein Sieb pro Farbe. Die meisten gesuchten Street-Art-Drucke – von Banksy bis Shepard Fairey – sind Siebdrucke.

Siehe auch: Auflage (limitierte Auflage), Giclée, Signiert / unsigniert · Mehr im Ratgeber →

Signiert / unsigniert

Ob der Künstler den Druck von Hand signiert hat, meist mit Bleistift. Bei vielen Künstlern unterscheiden sich signierte und unsignierte Fassungen desselben Motivs im Wert um ein Vielfaches.

Siehe auch: Auflagennummer, Echtheitszertifikat (COA), Fälschung · Mehr im Ratgeber →

Sprühfarbe (Spraydose)

Das wichtigste Werkzeug im Graffiti. Steht bei einem Werk auf Leinwand oder Papier «Sprühfarbe» in der Beschreibung, handelt es sich meist um ein handgemachtes Original, nicht um einen Druck.

Siehe auch: Cap (Sprühkopf), Stencil (Schablone)

Stencil (Schablone)

Eine ausgeschnittene Vorlage, über die gesprüht wird, um ein Motiv schnell und wiederholbar aufzubringen. Banksy, Blek le Rat und viele andere haben ihren Stil auf Schablonen aufgebaut.

Siehe auch: Sprühfarbe (Spraydose), Paste-up, Siebdruck (Serigrafie) · Mehr im Ratgeber →

Sticker-Art (Slaps)

Aufkleber mit dem Motiv oder Namen eines Künstlers, angebracht an Schildern und Masten. Shepard Faireys frühe «Obey Giant»-Sticker sind ein bekanntes Beispiel.

Siehe auch: Paste-up, Tag

Stockflecken (Foxing)

Kleine braune Flecken auf Papier durch Feuchtigkeit und Schimmel. Sie mindern den Wert von Drucken und lassen sich oft von einem Papierrestaurator behandeln.

Siehe auch: Verblassen (Lichtschaden), Zustandsbericht, Konservatorische Rahmung

Street Art

Kunst im öffentlichen Raum – an Wänden, Schildern, Gehwegen oder Objekten –, oft ohne Erlaubnis. Im Kunstmarkt meint der Begriff auch Drucke, Leinwände und Objekte von Künstlern, die auf der Straße begonnen haben.

Siehe auch: Graffiti, Urban Art, Mural (Wandbild) · Mehr im Ratgeber →

Street Piece (aus der Wand gelöst)

Ein auf der Straße gemaltes Werk, das später aus der Wand geschnitten und verkauft wird. Solche Stücke sind rechtlich und ethisch umstritten, und Künstler wie Banksy authentifizieren sie nicht.

Siehe auch: Pest Control, Buff, Mural (Wandbild) · Mehr im Ratgeber →

T

Tag

Die Unterschrift eines Graffiti-Writers, schnell in einer Farbe geschrieben. Tags sind die einfachste Form von Graffiti und haben für sich allein selten einen Marktwert.

Siehe auch: Throw-up, Writer, Bombing

Throw-up

Bubble-Buchstaben mit Umriss und schneller Füllung, meist zweifarbig. Schneller als ein Piece, größer als ein Tag.

Siehe auch: Tag, Piece, Bombing

U

Urban Art

Ein weiter gefasster Marktbegriff für Kunst mit Wurzeln in Graffiti und Straßenkultur, einschließlich Atelierarbeiten auf Leinwand und Papier. Auktionshäuser nennen so oft ihre Street-Art-Auktionen.

Siehe auch: Street Art, Post-Graffiti

V

Verblassen (Lichtschaden)

Farben, die durch Sonne oder starkes Licht schwächer geworden sind. Besonders empfindlich sind fluoreszierende und leuchtende Siebdruckfarben; Verblassen lässt sich nicht rückgängig machen.

Siehe auch: Stockflecken (Foxing), Konservatorische Rahmung

Vergleichsverkäufe

Aktuelle Preise für dieselben oder sehr ähnliche Werke – gleiches Motiv, gleiche Auflage, Signatur und gleicher Zustand. Sie sind das Rückgrat jeder seriösen Bewertung.

Siehe auch: Sekundärmarkt, Marktwert (Verkehrswert), Gutachten (Bewertung) · Mehr im Ratgeber →

W

Werkverzeichnis (Catalogue raisonné)

Eine vollständige, wissenschaftliche Liste der Werke oder Drucke eines Künstlers mit Daten, Auflagen und Details. Fehlt ein Druck darin, sollten Sie nachfragen.

Siehe auch: Zuschreibung, Auflage (limitierte Auflage)

Wiederbeschaffungswert (Versicherungswert)

Was es kosten würde, ein vergleichbares Werk heute bei einem Händler oder einer Galerie zu kaufen. Versicherungen nutzen meist diesen Wert; er liegt in der Regel über dem Marktwert.

Siehe auch: Marktwert (Verkehrswert), Gutachten (Bewertung) · Mehr im Ratgeber →

Wildstyle

Ein komplexer Graffiti-Schriftstil mit ineinander verschlungenen Buchstaben, Pfeilen und Verbindungen, die für Außenstehende kaum lesbar sind.

Siehe auch: Piece, Graffiti

Writer

So nennen sich Graffiti-Künstler selbst, weil Graffiti mit dem Schreiben von Namen begann. «Graffiti-Künstler» ist die Bezeichnung von außen.

Siehe auch: Tag, Crew, Blackbook

Z

Zuschlag (Hammerpreis)

Das Höchstgebot beim Fallen des Hammers – vor Aufgeld und Steuern. Veröffentlichte Ergebnisse enthalten oft schon das Aufgeld; prüfen Sie also, welche Zahl Sie vergleichen.

Siehe auch: Aufgeld (Käuferprovision), Schätzpreis (Auktion) · Mehr im Ratgeber →

Zuschreibung

Die Zuordnung eines Werks zu einem bestimmten Künstler. «Zugeschrieben» in einem Katalog heißt: Der Experte vermutet es, kann es aber nicht bestätigen.

Siehe auch: Provenienz, Echtheitszertifikat (COA), Werkverzeichnis (Catalogue raisonné) · Mehr im Ratgeber →

Zustandsbericht

Eine schriftliche Beschreibung des physischen Zustands eines Werks – Knicke, Flecken, Verblassen, Schäden –, erstellt vor einem Verkauf oder für die Versicherung.

Siehe auch: Stockflecken (Foxing), Verblassen (Lichtschaden), Restaurierung · Mehr im Ratgeber →

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